XYZ-Typologie

Geld macht glücklichon Dezember 11th, 2011No Comments

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

der dritte Adventsonntag zeigt uns hier in Berlin die kalte und etwas feuchte Schulter. Ein Grund mehr, die Gemütlichkeit und Wärme der „guten Stube“ zu genießen.

Bei meiner Recherche zum Buchstaben „X“ bin ich auf das Schweizer Institut Demoscope in Adligenswil http://www.demoscope.ch gestoßen, dieses Institut hat das Segmentierungsinstrument „XYZ-Typologie“ für die Gesamtschweiz entwickelt.

Die XYZ-Typologie orientiert sich sehr stark an Werten und will die soziokulturellen Konturen der neuen Generation aufzeichnen; eine Clusteranalyse teilt die Befragten in drei großen Gruppen auf:

Gruppe X,

es ist die Weltkriegsgeneration und sehr traditionell. Konsumenten mit diesem Profil sind bodenständig, mit Land und Leute verbunden, halten Werte hoch und haben wenige, bewährte Präferenzen (in der Wirtschaftstheorie spricht man von sozialen Präferenzen, wenn die Akteure neben ihrem materiellen Eigennutz auch Vorlieben für das Wohlergehen oder den Erfolg anderer Akteure aufweisen, die das eigene Verhalten maßgeblich mitbeeinflussen. Herausragende Beispiele für soziale Präferenzen sind Fairnessmotive, Reziprozität, Neid oder Mitgefühl). Gegenüber der Werbung zeigen sie eine gewisse Zurückhaltung. Wenn ein Werbemittel von der Gruppe X aber einmal beachtet wird, dann meist unreflektiert und unkritisch. Die X-Generation ist deshalb relativ leicht beeinflussbar.

Gruppe Y,

es ist die Wohlstandsgeneration, dazu gehört der materialistisch orientierte Yuppie (der Begriff Yuppie steht für young urban professional) ebenso wie der bereits etwas ältere Wohlstandsbürger. Der Lebensstil basiert auf Erfolg und Wohlstand. Äußerlichkeiten dienen der Selbstdarstellung, dazu gehören aber auch geistige und körperliche Fitness. Y spricht auf gestylte Werbung besonders an. Zeitungs- und Zeitschrifteninserate werden positiv bewertet und sind ein wichtiger Teil des Konsumerlebnisses.

Gruppe Z,

es ist die Generation der Zukunft. Der Buchstabe Z steht für Zukunft, aber auch für den Blick zurück in die Zeit der 68er Jugendrevolten, allerdings jetzt aus Distanz und ohne ideologische Versteifung. Der Zukunft sieht die Generation Z ohne Panik, allerdings auch ohne Begeisterung und mit etwas Skepsis entgegen. Z steht auch für „Zurück zum mittleren Maß“ vor allem beim Konsum.

Das breitgefächerte Angebot der modernen Wirtschaft erscheint der Z-Generation als selbstverständlich. Z träumt nicht mehr von einer Luxuskarosse oder einer Prestigeuhr. Zu den charakteristischen Wertvorstellungen der Z-Generation zählt ihr starker Drang nach Veränderung, hinzu einer neuen Welt. An die Stelle von Vor- und Feindbildern tritt die Auseinandersetzung. Der Wunsch nach Veränderung ist mit einer außerordentlich hohen Risikofreude verbunden. An die Stelle der unbesehenen Akzeptanz institutioneller Macht tritt ihre nüchterne, zynische Einschätzung. Charakteristische Elemente der Z-Generation sind ihre Freizeitorientierung und ihre lockere Einstellung zum Geld.

Die Ausführungen zu dieser XYZ-Typologie haben mich doch sehr nachdenklich gestimmt und viele Fragen beschäftigen mich:

  • Wo stehe ich selbst?
  • Welches sind meine Wertevorstellungen?
  • Was ist mein Lebensziel, meine Lebensaufgabe?
  • Ist mein Beruf auch meine Berufung?
  • Kann ich mich in der Beratung auf die einzelnen Typologien einstellen?
  • Was lerne ich von meinen Mandanten?
  • Kann ich meine Mitmenschen mit ihren Typologien achten?

Wenn Sie Ihren eigenen Typ festgelegt haben, dann haben Sie einen wichtigen Schlüssel gefunden und können Ihre Kunden/Mandanten besser verstehen.

Für heute herzliche Grüße und Sie lesen wieder am kommenden Sonntag von mir,

Ihre Karla Vorwerk

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