Liebe Leserinnen, liebe Leser,
für die kleinen und mittleren Unternehmen sind schwierige Zeiten angebrochen, die Kreditvergabepraktiken haben sich weiterhin verschlechtert. Für Freiberufler und Gewerbetreibende ist es oft nicht leicht, eine passende Finanzierung zu bekommen.
Kreditinstitute begründen ihre ablehnende Haltung zumeist mit Verweis auf unregelmäßige Einkünfte, fehlende Bilanzen oder hohen Zahlungsverpflichtungen des Antragstellers. Dass schwankende Einnahmen und ein gewisser Verschuldungsgrad für Selbstständige völlig normal sind, wird dabei gern „übersehen“. Viele Kreditinstitute wähnen sich eher auf der sicheren Seite, wenn sie externe Gehaltsabrechnungen in der Hand halten anstatt komplizierte Steuerbescheide oder unsichere Geschäftsprognosen bewerten zu müssen. Vor allem Selbstständige, die erst seit wenigen Jahren ein eigenes Geschäft betreiben, haben oft das Nachsehen. Hier bewerten Kreditinstitute die Risiken oft höher als die Sicherheiten.
Die Kernaussage ist: Nur wer etwas hat, bekommt auch etwas!
Diese Sicherheiten akzeptiert die Bank
Um einen Kredit gewähren zu können, braucht die Bank Sicherheiten. Doch nicht alle Sicherheiten, die der Kreditnehmer mitbringt, sind gute Sicherheiten – und nicht alle Sicherheiten, die die Bank gerne hätte, sollte der Firmenkunde einsetzen.
Für die Besicherung von Firmenkrediten gibt es folgende Möglichkeiten:
- Guthaben bei Banken und Bausparkassen
- Lebensversicherungen mit Rückkaufswert
- Festverzinsliche Wertpapiere, Investmentanteile und Aktien
- Immobilien
- Bürgschaften von Personen mit guter Bonität
- Bürgschaften
- öffentlich-rechtlicher Bürgschaftsbanken
Bewertung der Sicherheiten
In der Regel bewertet die Bank die gestellten Sicherheiten nicht nach dem aktuellen Zeitwert, sondern nach dem so genannten Beleihungswert. Dieser kann deutlich unter dem eigentlichen Wert liegen.
Von diesem Beleihungswert zieht die Bank dann noch einmal einen Sicherheitsabschlag ab, der das jeweilige Verwertungsrisiko der Sicherheiten berücksichtigt. Daraus ergibt sich die Beleihungsgrenze, bis zu der die Bank eine Sicherheit bewertet.
In unserer täglichen Beratungspraxis haben wir nun wieder bemerkt, moderne Finanzierungsinstrumente führen immer noch ein Schattendasein in der Unternehmensfinanzierung.
Möglichkeiten der Eigenkapitalfinanzierung sind:
- Wachstumsfinanzierungen durch Beteiligungen
- Der alte Weg in Neuauflage: Stille Beteiligungen, Teilhaber etc.
- Mitarbeiter zu Mitunternehmer machen
- Mitarbeiterkapitalbeteiligungen
Die Stärkung Ihrer Eigenkapitaldecke gibt Ihnen Stärke und verschafft Ihnen Flexibilität in der Unternehmensführung.
Wir werden uns mit fachlicher Unterstützung in den nächsten Wochen mit den Möglichkeiten der Eigenkapitalfinanzierung intensiver beschäftigen und auch ERFA-Tagungen anbieten. Die Auswirkungen von Basel III sind schon sehr stark spürbar.
Wir sind offen für Ihre Fragen und Anregungen.
Ich wünsche Ihnen eine angenehme Restwoche,
Ihre Karla Vorwerk
Geld macht glücklich•
on März 27th, 2012•
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
das inzwischen allseits bekannte Basel II-Regelwerk wurde mit der Erwartung in Kraft gesetzt das weltweite Finanzsystem, das eine wesentliche Voraussetzung für das Funktionieren der Volkswirtschaften ist, stabiler zu machen. Kaum hatte es seine volle Wirkung entfaltet, hat sich die größte, in den letzten Jahren erlebte Finanzkrise ausgebreitet wie ein Flächenbrand. Die dafür notwendigen Löschaktionen werden die nationalen Budgets noch auf Jahre belasten.
Mittels Basel III wird die Freiheit der Banken zukünftig massiv eingeschränkt und das hat Auswirkungen auf die Kreditvergabe.
Was vor knapp 24 Jahren, am 27. Oktober 1986 begann, findet heute nach mehreren Finanzkrisen mithilfe von Basel III Schritt für Schritt ein Ende: Basel III soll die Vormachtstellung des Bankensektors mit diversen Vorschriften zukünftig massiv einschränken. Die Zeiten der grenzenlosen Freiheit dürften damit endgültig vorbei sein.
Der Kern der Reform liegt in der Ausstattung der Banken mit Kernkapital, das in Zukunft in größerem Umfang aufgestockt werden muss. Das bedeutet gleichzeitig, dass Banken nicht mehr durch den Steuerzahler gerettet, sondern zur Selbsthilfe befähigt werden sollen. Im Zweifelsfall sollen sie sich mittels ihres Eigenkapitals besser gegen zukünftige Krisen absichern können.
Der Ansatz basiert auf drei Punkten, in denen das gesamte Finanzsystem als besonders angreifbar gilt.
- Zum Ersten ist die Eigenkapitalquote bei vielen Kreditinstituten zu niedrig, um Finanzkrisen ohne größere Schäden zu überstehen.
- Zum Zweiten weisen viele Banken im Gegenzug eine hohe Verschuldung auf, die sie bei anstehenden Verlusten schnell an den Rand des Konkurses bringen kann.
- Zum Dritten leihen sich die Banken auch untereinander Geld, sodass ein Geldinstitut andere sehr schnell mitreißen kann, wenn es in finanzielle Probleme gerät.
Welche Konsequenzen ergeben sich für die Aufnahme von Krediten als Unternehmer?
Es geht um die Eigenkapitalausstattung (Kernkapital) der Banken und deren Zusammensetzung. Eine Verteuerung der Kredite ist somit unausweichlich und die Gefahr einer neuerlichen Kreditbremse real. Die Gestaltung der Finanzierung und der möglichen Alternativen werden in Zukunft wieder vermehrt in den Mittelpunkt der Überlegungen treten.
Die Einflussmöglichkeiten auf eine verbesserte und kostengünstige Versorgung mit Kreditmittel sind zwar gering, aber trotzdem sollte man die bestehenden Handlungsfelder bestmöglich ausschöpfen:
- Partner ins Unternehmen aufnehmen
- Bildung von Kooperationen bedeutet Stärkung des Unternehmens
- Alternative Finanzierungen (Mezzaninkapital, Beteiligungsfinanzierung, etc.), die bisher ein Schattendasein geführt haben, sollten als Eigenkapitalstärkung in Anspruch genommen werden.
- Grundvermögen im Privatbesitz oder Sonderbetriebsvermögen sollten als eigenkapitalverbessernd ins Unternehmen eingebracht werden.
- Privatdarlehen, die oftmals Eigenkapitalcharakter haben, sollten tatsächlich als Eigenkapital eingebracht werden.
Was bedeutet Basel III für mich als Privatanleger?
Im Rahmen von Basel III müssen die Banken höhere Gewinne erwirtschaften. Diese ergeben sich auch aus den Bankgeschäften, die sie mit dem Geld der Anleger tätigen können. Durch den erhöhten Druck, Gewinne generieren zu müssen, könnte eine Tendenz entstehen, zumindest teilweise Bankgeschäfte mit besseren Renditeaussichten einzugehen, die aber auch mit einem höheren Risiko verbunden sein könnten. Dieser Effekt könnte sich auf den privaten Anleger durchschlagen.
Auf der Seite des Bundesfinanzministeriums finden Sie viele Informationen zu Basel III.
Gern stehen Ihnen auch unsere Kooperationspartner zu vertraulichen Gesprächen zur Verfügung.
Ich wünsche Ihnen einen sonnigen Start in die neue Woche,
Ihre Karla Vorwerk
Geld macht glücklich•
on März 28th, 2011•
Guten Morgen, der Sonntags-Newsletter kommt heute erst am Montagmorgen.

Informationen und Wissen
Ich schreibe diesen Newsletter an jedem Sonntag „live“, ich arbeite damit die vergangene Woche auf und bereite mich auf die kommende Woche vor.
Die vergangene Woche war mit Informationen und Handlungen vollgepackt. Das Ergebnis ist, wir haben Informationen und Wissen verknüpft und natürlich in Handlung umgesetzt. Ein großer Block an Handlungen fand am gestrigen Sonntag statt.
Sie fragen sich jetzt sicher, was hat das mit „Macht der Gedanken“ zu tun?
Dieses „Denken hier auf dem Papier“, in dem wöchentlichen Newsletter sorgt für Klarheit, es geht um Produktivität, Konzentration und um die „Macht der Gedanken“. Weitreichende Informationen gab es zu den Fachthemen:
- Fördermittel und wie schützen wir uns vor unseriösen Beratern: https://www.beratungsfoerderung.net/portal/beratersuche/
- Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) – Unsere Kooperationspartnerin Dipl. Betriebswirtin Beate Jacobeit wird zu diesem Thema referieren.
- Bankgespräche – http://www.existenzgruender.de/imperia/md/content/pdf/publikationen/uebersichten/finanzierung_foerderung/finanz_foerder_bankgespr_ch_12__14_07.pdf
Am Dienstag und am Donnerstag habe ich Kurzreferate gehalten: „Netzwerkmanagement – Im Netz der Beziehungen“, am Donnerstagabend in Nuthetal vor 30 Handwerksmeister den „Weg zu den Fördermittel“ aufgezeigt.
Am Freitag bekam ich dann eine Einführung in die Welt der Online-Medien bzw. e-Commerce und nun hatte ich keine greifbaren Kapazitäten mehr in meinem Kopf.
Gern lasse ich Sie an diesen Ergebnissen teilhaben, und wünsche Ihnen eine erfolgreiche Woche,
Ihre Karla Vorwerk